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Vom öffentlichen Nahverkehr wird Dortmund-Kirchlinde heute ausschließlich durch Linienbusse bedient. Zwar
hat Kirchlinde außer einer Zechenbahn nie einen Eisenbahnanschluß gehabt, aber viele Jahre lang fuhr eine
Straßenbahn auf der Nord-Süd-Achse durch Kirchlinde.
Die Bahngesellschaft "Elektrische Straßenbahnen des Landkreises Dortmund" eröffnete 1911 die Verbindung
von Castrop über Schwerin und Kirchlinde nach Marten, wo sich die Strecke an die bereits bestehende Straßenbahnverbindung
von Marten nach Dortmund (wie sie auch heute noch existiert) anschloß.
Im Vorgriff auf die schrittweise erfolgenden Auflösung des Landkreises Dortmund fusionierte die Landkreisbahn
und die städtische Straßenbahn bereits zum 01. Juli 1914 zur "Dortmunder Straßenbahnen GmbH". Da beide Straßenbahnnetze
(im Gegensatz zum Netz der Hörder Kreisbahn) in Normalspur gebaut waren, konnte durch die Fusionierung ein
durchgehender Verkehr eingerichtet werden. So zeigt beispielsweise der Fahrplan von 1932, daß man mit der Linie 2 von
der Zeche Ickern (bei Rauxel) über Habinghorst, Castrop, Schwerin, Kirchlinde und Marten ohne Umsteigen in die
Dortmunder Innenstadt und sogar bis Wambel fahren konnte.
Zum 01. Januar 1939 wurde die Dortmunder Straßenbahnen GmbH zusammen mit dem Gas- und Wasserwerk zur
"Dortmunder Stadtwerke AG" vereinigt, die auch heute noch das Bus- und Straßenbahnnetz in Dortmund betreibt.
Die Straßenbahnverbindung durch Kirchlinde überstand die Zeit des Dritten Reichs, den 2. Weltkrieg mit
seinen erheblichen Zerstörungen und den Wiederaufbau. Erst in den 1960er-Jahren kam der große Kahlschlag im
Straßenbahnnetz. Am 01. Juli 1962 stellten die Dortmunder Stadtwerke den Straßenbahnbetrieb in Castrop-Rauxel
ein, so daß in Kirchlinde Endstation war. Am 01. Dezember 1963 wurde dann auch die Verbindung zwischen Marten
und Kirchlinde außer Betrieb genommen.
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